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Das schönste E-Bike! – VanMoof S3 Review

In diesem Video habe ich mich mit dem VanMoof S3 auseinander gesetzt. Warum es mich trotz ein paar Mängeln überzeugt hat, das erfahrt ihr in diesem Video!

Wenn ihr Interesse an einem VanMoof S3 oder X3 habt, nutzt doch gerne meinen Referral-Code und spart damit 100€ auf die Peace-of-mind Versicherungen und Zubehör: VRR#UT3B-AANV-2LRR

Das VanMoof S3

Das Vanmoof S3 ist ein echter hingucker. Man sieht ihm auf dem ersten und eigentlich auch zweiten Blick nicht an, dass es sich hier um ein Ebike handelt. Der Motor sitzt unauffällig und kompakt im Vorderrad, ein seperates Display und Knöpfe fehlen auf den ersten Blick und der Akku ist sehr unauffällig im Rahmen integriert.

Der Akku

Und da sind wir auch schon beim ersten kontroversen Punkt angelangt. Weil der Akku eben im Rahmen integriert ist, kann man ihn natürlich auch nicht herausnehmen. Zum Laden muss man das Fahrrad also immer selbst einstecken und dafür muss natürlich eine Steckdose in der Nähe sein. Für Leute, die eine Garage mit Steckdose haben ist das kein Problem und vielleicht sogar eher praktisch, weil man dann den schweren Akku nicht immer rausnehmen muss. Viele Leute haben sowas aber eben nicht weshalb man sich da vor dem Kauf eben schon Gedanken machen muss, wie man sein Fahrrad später einmal laden will.

Dafür bekommt man aber eben ein sehr schönes Design. Ohne dicken Rahmen, in dem der Akku bei anderen Ebikes typischerweise sitzt. Der im Vanmoof verbaute Akku hat eine Kapazität von 504Wh und bringt euch je nach Unterstützungsstufe 60 bis 120 Kilometer weit. Das ist ein ganz ordentlicher Wert, der aber nur gilt, wenn ihr nicht allzu oft den integrierten Boost-Button benutzt.

Der Boost-Button

Der Boost Button ist nämlich eine weitere Besonderheit an diesem Fahrrad. Lediglich zwei Knöpfe gibt es am Lenker des S3 und der rechte davon ist eben der Boost-Button. Beim Drücken gibt der Motor seine volle Leistung frei. Bei ebenem Untergrund müsst ihr dann zwar weiterhin in die Pedale treten, wirklich Kraft aufwenden müsst ihr allerdings nicht mehr. Der Motor beschleunigt dann bis zu seiner erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 25km/h. Ihr könnt den Boost Button aber selbst dann noch gedrückt lassen. Solange ihr nicht über 25km/h fahrt, unterstützt euch der Motor dann nämlich immer noch deutlich stärker als in einer der 4 normalen Unterstützungsstufen. Gerade an steileren Hängen ist das auch dringend notwendig, weil euch das S3 ansonsten nämlich nicht genug unterstützt um locker einen Berg zu erklimmen.

Das Kick-Lock

Trotz seines schlichten Designs hat das Vanmoof sehr viele coole Funktionen eingebaut, die man ihm auf den ersten Blick gar nicht ansieht. Da ist zum Beispiel das Kick-Lock. Da gibt es beim Hinterrad einen Knopf, gegen den man mit dem Fuß dagegen kickt. Das blockiert zum einen das Hinterrad, sodass das Fahrrad nicht mehr weggeschoben werden kann. Zum anderen aktiviert das auch die integrierte Alarmanlage. Sollte nun jemand probieren das Fahrrad weg zu schieben, ertönt zum einen ein sehr lauter Alarmsound. Zum anderen blinken die Lichter auf und auf dem in den Rahmen integrierten Matrix LED Display erscheint ein lachender Totenkopf. Das Fahrrad wird auch immer penetranter, wenn jemand trotzdem noch versucht es weiterzuschieben.

Der Diebstahlschutz

Doch damit nicht genug. Schließlich ist es trotz des Kicklocks und der Alarmanlage immer noch möglich das Fahrrad einfach zu tragen und irgendwo in einen Lieferwagen zu stellen, wenn man es nicht noch extra angekettet hat. Dann kommen die Bike Hunter ins Spiel, die dem Fahrrad nachjagen. Beim Bike-Hunter-Service handelt es sich um eine von zwei “Peace of Mind” Versicherungen, die Vanmoof anbietet. Das funktioniert so. Wenn man bemerkt, dass das eigene Rad gestohlen wurde, meldet man das in der Vanmoof App. Dann kommen die Bike Hunter ins Spiel, die dem Fahrrad nachjagen. Jedes Vanmoof kommt nämlich mit einer integrierten Sim-Karte daher, mit welcher man das Fahrrad per Triangulation orten kann. Vanmoof verspricht, dass man sein Fahrrad innerhalb von zwei Wochen wieder haben soll. Sollten die Bike-Hunter das nicht schaffen, bekommt man ein Austausch-Rad im gleichwertigen Zustand. Das Ganze kostet 290 Euro und gilt für drei Jahre. Die Bike Hunter haben übrigens auch ihren eigenen Youtube Channel, mit dem sie ihre Fahrrad-Jagden dokumentieren.Der Service kostet 250 Euro und gilt ab dem Kaufdatum für 3 Jahre.

Es sind eben die Kleinigkeiten wie der integrierte Diebstahlschutz, die das Vanmoof so anders machen als andere Fahrräder. Doch das ist noch nicht alles, es gibt noch mehr smarte Funktionen.

Die App

Zuerst einmal muss man das Fahrrad ja auch irgendwie wieder aufschließen können. Das geht ganz einfach per Smartphone oder dem linken Knopf am Lenker, mit dem man einen Code zum Entsperren eingeben kann. In der Smartphone App kann man außerdem noch sehen, wie lange eine Fahrt ging und wie voll der Akku ist. Hier lässt sich zudem einstellen, mit welcher Unterstützungsstufe euch das Fahrrad unterstützen soll. Auch das Licht lässt sich hier zwischen An, Aus und Automatisch umstellen. Und hier kann man auch noch die automatische Gangschaltung konfigurieren.

Die Gangschaltung

Ja, das Vanmoof ist quasi ein automatik-Fahrrad. Es schaltet selbstständig zwischen seinen integrierten 4 Gängen hin und her, je nach dem wie schnell ihr fahrt. In der App lässt sich jeder Gang einzeln konfigurieren. Ihr könnt also einstellen, ab welcher Geschwindigkeit das Fahrrad nach oben und unten schalten soll. Es gibt außerdem zwei Presets: Einmal für flache Gegenden und einmal für hügelige.

Die automatische Gangschaltung ist für mich Fluch und Segen zugleich. Auf flachen Wegen und auch wenn es ein bisschen hügelig wird, finde ich sie ziemlich gut. Man gewöhnt sich relativ schnell daran, dass man nicht mehr selber schalten muss. Gerade wenn man an ner Ampel oder so steht ist es einfach immer wieder erleichternd im kleinsten Gang losfahren zu können ohne was dafür tun zu müssen.

Bei steileren Hängen verliert sich dieser Vorteil aber leider. Ich hab es in meinem E-Bike Vergleichsvideo schon angesprochen aber ich kann es an dieser Stelle nur nochmal wiederholen: Die Gangschaltung ist an Bergen leider eher unpraktisch, weil sie eben nur nach der Geschwindigkeit geht und nicht nach der Stärke, mit der man in die Pedale tritt. Das führt dazu, dass das Fahrrad beim Bergauffahren plötzlich in einen größeren Gang schaltet, obwohl man das bei Steigungen ja gerade verhindern will, weil es sonst einfach zu schwer wird den Hügel oder Berg zu erklimmen.

Ja, das Vanmoof ist ein Stadt-Ebike aber gerade im Süden Deutschlands, in der Schweiz oder in Österreich sind Städte eben nicht immer komplett flach. Da gibt es durchaus mal die ein oder andere auch stärkere Steigung zu erklimmen und da muss man sich an diese gewöhnungsbedürftige Gangschaltung eben erst mal gewöhnen.

Display & Bremsen

Wenn wir schon bei den negativen Punkten angekommen sind, hier sind noch ein paar: Das integrierte Display im Rahmen sieht zwar ziemlich cool aus und ist auch recht nützlich. Es zeigt euch neben dem Akkustand auch noch die aktuelle Geschwindigkeit und den Gang in dem ihr euch befindet an. Außerdem kann es auch noch Symbole für den Lichtmodus, den Diebstahlschutz und die Unterstützungsstufe anzeigen. Das dumme ist nur, dass es eben aus LEDs besteht, die man im hellen Sonnenlicht nur schwer erkennen kann. Im Winter ist das weniger ein Problem aber im Sommer erkennt man darauf eben wirklich gar nichts mehr. Ein weiterer Kritikpunkt sind für mich die Bremsen. Vanmoof setzt zum ersten mal auf hydraulische Scheibenbremsen. Die haben aber wie man sieht einen eher ungewöhnlichen Look. Normalerweise sind da ja so Löcher drin und die haben tatsächlich auch einen Sinn.

Diese Löcher in Scheibenbremsen sind dafür da, dass die Bremsen nicht so schnell überhitzen. Und ihr könnt euch ja schon denken, was die Scheibenbremsen vom S3 hier ganz besonders gerne machen: überhitzen. Das macht sich natürlich wieder einmal nur an längeren oder auch bei schon nicht ganz so langen Abfahrten bemerkbar. Die Bremsen geben dann sehr seltsame Geräusche von sich und die Bremsleistung lässt spürbar nach. Ihr solltet bei längeren Abfahrten also immer wieder die ein oder andere Pause einlegen. Die hintere Bremse überhitzt übrigens schneller als die vordere, weil sie nochmal ein bisschen kleiner ist.

Sonstige Funktionen

Es gibt also schon ein paar Kritikpunkte, die nicht von der Hand zu weisen sind. Ich bin aber trotzdem irgendwie ziemlich begeistert von diesem Fahrrad und das liegt einfach daran, dass es eben auch viele gute und irgendwie auch coole Funktionen gibt, die man bei der Konkurrenz so nicht findet. Das integrierte Schloss ist so eine Sache, die App Anbindung ist gut und sinnvoll, die elektronische Klingel kann man in der App zu einem anderen Klingelton umstellen und mit den Bike Huntern muss man sich nie allzuviele Sorgen um sein Fahrrad machen, wenn es mal irgendwo in der Stadt stehen lässt.

Für Besitzer einer Apple Watch ist außerdem gut zu wissen, dass man viele Funktionen der App auch direkt auf der Uhr nutzen kann. Man kann das Fahrrad direkt von der Uhr aus entsperren, das Licht an und ausschalten und die Unterstützungsstufe auswählen.

Der Motor

Und da ist da ist natürlich noch der Vorderradmotor, über den ich jetzt gar nicht so viel gesprochen habe, weil ich da wie gesagt schon ein ganzes Video drüber gemacht habe. Für viele ist das vielleicht erstmal befremdlich, dass der Motor im Vorderrad sitzt. Und das kann ich natürlich nachvollziehen. Aber ich kann euch auch im gleichen Atemzug gleich mal beruhigen. Das Vorderrad dreht eigentlich nur sehr selten mal durch und das auch nur, wenn man auf rutschigem Untergrund wie Schnee fährt und dann auch noch den Boost-Button benutzt. Ansonsten bleibt das Fahrrad immer stabil auf der Straße.

Ich habe jetzt alle Arten von Ebike Motoren mal ausprobiert und ich muss sagen, dass der Vorderrad Motor vielleicht nicht der Sinnvollste ist, aber meiner Meinung nach am meisten Spaß macht. Es ist eben einfach mal was ganz anderes mit einem “Allrad”-Fahrrad unterwegs zu sein und ich kann es jedem nur mal empfehlen das selbst auszuprobieren.

Ich habe letztens eine kleine Schneetour mit dem Vanmoof gemacht und das ganze auf unserem brandneuen Instagram Channel ein bisschen dokumentiert. Das hat trotz einer kleinen Irrfahrt unglaublich Spaß gemacht. Wenn ihr solche Momente nicht mehr verpassen wollt, abonniert uns doch gerne auf Instagram! Den Link dazu findet ihr oben unter dem Titel der Website 😉

Fazit

Wenn ihr die Gelegenheit habt, probiert das Vanmoof doch einfach mal aus. In flacheren Gegenden ist es eigentlich ein No-Brainer, da kann ich das Vanmoof wirklich nur jedem empfehlen. Und in hügeligeren Gegenden? Naja also ich finde auch da lohnt es sich. Hügel erklimmt ihr auch mit dem Vanmoof wie mit jedem Ebike locker. Nur bei steileren Wegen kommt das Fahrrad mal an seine Grenzen. Dank des Boost-Buttons ist das aber eben nur sehr selten der Fall. Und in jedem Fall bekommt ihr mit dem Vanmoof S3 oder dem kleineren X3 eben ein Ebike, das nicht wie ein Ebike aussieht und selbst jedem normalen Fahrrad vom Design her den Rang abläuft.

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