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Die Konsole mit der meisten Power! Xbox Series X Review

Microsoft’s neue Xbox ist die leistungsstärkste Konsole auf dem Markt. Ob sie auch hält, was sie verspricht, das erfahrt ihr in diesem Video! Das schriftliche Review findet ihr unter dem Video.

Die Xbox Series X

Ich habe es endlich geschafft und mir eine Xbox Series X bestellen können. Was die neue schnellste Xbox so drauf hat, das erfahrt ihr hier. Und keine Angst, die Playstation 5 reviewe ich bald natürlich auch noch! Also abonniert doch gleich mal unseren YouTube-Kanal, damit ihr das nicht mehr verpasst.

Mit der Series X hat Microsoft die Leistungsstärkste Konsole aller Zeiten rausgebracht. Und ja, die Xbox ist selbst ein kleines bisschen leistungsstärker als die Playstation 5. Aber stopp, bevor hier jetzt ein Shitstorm ausbricht: So wahnsinnig viel geben sich die beiden Konkurrenten dieses mal nicht. Und ob die Leistung, die die Konsolen auf dem Papier haben, auch so eins zu eins in die echte Welt zu übertragen ist, ist nochmal eine ganz andere Sache. Fakt ist aber: mit 12 Terraflops verspricht die Xbox so oder so sehr viel Leistung. Doch dazu gleich mehr.

Lieferumfang und Erscheinungsbild

Im Lieferumfang der Xbox befinden sich neben der Xbox selbst noch der neue Controller, auf den ich gleich noch zu sprechen komme. Außerdem gibt’s noch Batterien für den Controller, ein ultra schnelles HDMI Kabel, das ihr für die volle Leistung auch unbedingt benutzen solltet und ein Stromkabel. Die Xbox selbst tut ihrem Namen meiner Meinung nach alle Ehre. Sie sieht eben einfach aus wie eine sehr schlichte Box. Die Oberseite ist für den Lüfter mit Löchern durchzogen, die unten grün lackiert sind. Das ist ein ziemlich cooler Effekt, wenn man die Xbox von oben anschaut, weil da dann eben so ein ganz leichter grüner Farbakzent rauskommt. Auf der Vorderseite finden wir das 4k Bluray-Laufwerk, den typisch leuchtenden Xbox-Button und einen USB-A Anschluss. Im Gegensatz zur PS5 fehlt leider ein zusätzlicher USB-C Anschluss. Hier finden wir außerdem noch zwei kleine Knöpfe: einen zum pairen eines Controllers und einen zum auswerfen einer Bluray oder DVD. Die Linke Seite der Xbox ist komplett leer, die rechte Seite hat kleine Gummifüße die helfen, wenn ihr die Xbox nicht hochkant aufstellen sondern sie lieber hinlegen wollt. Das geht nämlich ohne Probleme. Auf der Rückseite finden wir dann 2 weitere USB-Anschlüsse, einen Ethernet Anschluss einen HDMI Ausgang und natürlich noch den Anschluss für das Stromkabel. Außerdem sitzt hier noch der neue Expansion Port, mit dem ihr den Speicher der Xbox erweitern könnt. Wer von der Xbox One kommt wird merken, dass Microsoft hier auch ein paar Anschlüsse gestrichen hat. Der Kinnect Port war ja selbst bei der Xbox One S und der One X nicht mehr vorhanden aber jetzt gibt es außerdem keinen zweiten HDMI Anschluss mehr, mit dem ihr bei der Xbox One ein weiteres Gerät mit der Xbox verbinden konntet. Außerdem fehlt der optische Audio Ausgang, was mich persönlich sehr schmerzt, weil ich mein Soundsystem damit früher immer direkt mit der Xbox verbunden habe. Das geht jetzt eben nicht mehr. Gestrichen wurde außerdem der Infrarot Blaster, mit dem die Xbox früher euren Fernseher und sonstige Geräte mit Infrarot Fernbedienung steuern konnte.

Man merkt also schon, dass Micrsoft die Xbox Series wieder deutlich mehr für einen reinen Gaming-Zweck ausgerichtet hat. Die Xbox One wurde damals ja eher so als eine All-in-one Medienkonsole vermarktet. Das werden manche gut finden, Leute, die ihre Konsole nicht nur zum spielen nutzen werden aber die ein oder andere Funktion vermissen.

Der Controller

Kommen wir zum Controller oder wie ich es nenne: die größte Enttäuschung an der neuen Xbox. Versteht mich nicht falsch, damit meine ich nicht, dass der Controller irgendwie schlecht ist oder so. Wirklich nicht. Die Xbox Controller liegen seit Jahren mit Abstand am besten in der Hand und lassen sich leicht bedienen. Eigentlich wäre ich mit dem Controller also alles in allem zufrieden. Wenn es da nicht die Playstation 5 mit ihrem nagelneuen Dualsense Controller gäbe. Der hat im Vergleich nämlich deutlich mehr Änderungen bekommen. Zum Beispiel gibt’s da ja jetzt den neuen Vibrationsmotor, der deutlich besser sein soll als der beim Xbox Controller und die adaptiven Trigger. Aber das werde ich bald natürlich auch noch austesten. Im Vergleich dazu hat sich beim Xbox Controller eigentlich nicht so richtig was getan. Das Steuerkreuz ist ein bisschen anders designt und steht etwas weiter aus dem Gehäuse hervor als beim alten Controller. Außerdem ist er unten jetzt so ein bisschen anders texturiert. Und wir haben auch endlich USB-C verbaut und nicht mehr Micro USB wie beim Xbox One Controller. Hinzugekommen ist jetzt zudem eine Taste in der Mitte, mit der Screenshots gemacht werden können. Super. Der Controller wird außerdem immer noch mit zwei AA-Batterien gefüttert. Ob das im Jahr 2021 noch zeitgemäß ist, darüber lässt sich streiten aber ich mag das eigentlich. Ich benutze eben einfach zwei AA Akkus, die ich dann wieder laden kann und die ich außerdem einfach auswechseln kann, wenn sie mal leer sein sollten. Ich muss also nicht immer den ganzen Controller anschließen sondern kann einfach die Akkus wechseln und weiter zocken.

Bedienoberfläche und Software

Nun aber wieder zurück zur Xbox selbst. Wenn man die einschaltet wird man von der ziemlich geil aussehenden Boot-Animation begrüßt. Man landet dann auf dem Home-Bildschirm, der… eigentlich genau gleich aussieht wie schon der auf der Xbox One. Das ist einerseits schade, weil man irgendwie nicht das Gefühl hat, dass man hier eine Konsole der nächsten Generation vor sich stehen hat. Andererseits ist das aber auch gut, weil Xbox Spieler sich hier gleich zu Hause fühlen dürften. Und wenn man sich den Homescreen der Xbox One über die Jahre so anschaut, dann wird man mit ziemlicher Sicherheit sagen können, dass der Xbox Series Homescreen sich auf jeden Fall fast jährlich ändern dürfte. Was einem hier schon auffällt ist die wahnsinnige Geschwindigkeit, die einem die neue Xbox bietet. Der komplette Boot-Vorgang dauert nur ein paar Sekunden. Und damit ist nicht der Standby Modus gemeint sondern wirklich ein komplettes Hochfahren der Xbox, wenn sie ganz ausgeschaltet war. Und diese Geschwindigkeit zieht sich auch durch jedes noch so kleine Detail durch. Der Store öffnet sich sofort und braucht nicht mehr so übertrieben lange wie bei den Xbox One Versionen. Und auch sonst gibt es nirgendwo auch nur den kleinsten Ruckler. Am meisten beeindruckt hat mich aber, wie schnell Spiele auf der neuen Xbox geöffnet werden. Da kommen anfangs quasi nur noch die Sicherheitshinweise und das Menü und dann kann man fast innerhalb von Sekunden losspielen.

Das coolste Feature der Series X ist aber meiner Meinung nach Quick Resume. Das lässt euch mehrere Spiele offen halten und ihr könnt nach einer etwa 3-5 sekündigen Ladepause direkt wieder in euer Spiel einsteigen, auch wenn ihr zwischen drin was anderes gezockt habt. Die Spiele werden also nie richtig geschlossen und das ist schon seeeehr geil, weil das die eh schon kurzen Ladezeit nochmal deutlich verkürzt.

Die schnellen Ladezeiten werden vor allem durch die neue SSD, die in der Xbox verbaut ist, ermöglicht. Wir haben jetzt also endlich keine magnetische Festplatte wie noch in der Xbox One X und allen Xboxen davor verbaut. In der Xbox Series X beträgt die Kapazität 1TB von dem ihr etwas über 800Gb auch wirklich nutzen könnt.

Next-Gen Spiele

So, wie sehen jetzt aber die Spiele aus? Naja, es gibt zum jetzigen Zeitpunkt leider immer noch nicht so wahnsinnig viele Spiele, die extra auf die Xbox Series angepasst sind. Forza Horizon 4 ist das einzige Game, das schon ein Update erhalten hat und jetzt nativ auf der neuen Xbox läuft und das ich auch mein Eigen nennen darf. Für mich als ehemaliger Xbox One S Spieler ist das schon ein deutliches Upgrade endlich in 4k mit bis zu 120 fps spielen zu können. Leute, die aber von der Xbox One X oder auch der PS4 Pro kommen dürfte zum Start gar nicht so viel neues auffallen. Die Grafik ist meiner Meinung nach nämlich recht ähnlich zu den schnelleren Versionen der letzten Konsolengeneration. Spiele laufen jetzt natürlich immer mit mindestens 60fps und nicht mehr mit 30 wie es vorher war, aber das war es zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich. Das liegt wahrscheinlich hauptsächlich daran, dass ich bisher noch kein Spiel zocken konnte, das NUR für die neuen Konsolen erschienen ist. Wenn es nach Microsoft geht, bleibt das dieses Jahr wohl auch noch so, weil alle Spiele für die Xbox Series auch noch für die Xbox One rauskommen sollen. Da die neuen Konsolen aber jetzt vorausssichtlich wieder für 6 Jahre auf dem Markt bleiben, wird sich da grafisch sicherlich noch einiges tun über die Jahre. Das coole zum jetzigen Zeitpunkt ist, dass ihr bei der Xbox auch nicht unbedingt auf neue Spiele angewiesen seid. Die ist nämlich rückwärtskompatibel für Spiele bis hin zur originalen Xbox, die ja immerhin vor knapp 20 Jahren auf den Markt kam. Ihr könnt also Spiele der originalen Xbox, der Xbox 360 und der Xbox One genau so auf der Series X spielen wie neue und auf die neue Generation angepasste Spiele.

Der Lüfter

Und welche Geräusche macht die neue Xbox jetzt während des Spielens? Schließlich steckt da ganz schön viel Rechenpower dahinter. Naja, also sie macht absolut keine Geräusche. Wirklich. Sie bleibt komplett lautlos, selbst wenn ihr ein aufwendigeres Spiel zockt. Man hört eigentlich nicht mal was, wenn man direkt neben der Xbox steht. Die Kühlung funktioniert hier also wirklich 1A, was für mich eine willkommene Abwechslung ist. Die Xbox One S hat damals zwar auch keine lauten Lüftergeräusche von sich gegeben, dafür hat sie zumindest bei mir immer leicht gerattert, was schon etwas störend war, wenn man sich zum beispiel einen Film angeschaut hat. Die Series X ist also auch in der Geräuschkullisse ein willkommenes Upgrade.

Verfügbarkeit und Preis

Die neuen Konsolen sind sowohl von Microsoft als auch von Sony im vergangenen November rausgekommen. Seit dem muss man aber schon sehr Glück haben, um eine von beiden auch wirklich bestellen zu können. Es gibt nämlich gerade eine sehr große Nachfrage und ein eher geringes Angebot. Das ist bei der Playstation noch ein bisschen schlimmer, da wird es wohl noch etwas länger brauchen, bis ihr die Konsole einfach ganz normal kaufen oder bestellen könnt. Bei der Xbox Series X entspannt sich die Lage so langsam. Aber auch die ist immer wieder vergriffen. Nicht ganz so schlimm sieht es bei der Xbox Series S aus. Die hat Microsoft nämlich gleichzeitig wie die größere X rausgebracht. Im Vergleich zur Series X ist die S für Full HD Gaming oder 1440p Gaming ausgelegt, bietet also zumindest bei Spielen kein 4k. Außerdem kommt sie nur mit 500GB statt 1TB daher und hat auch kein Bluray-Laufwerk integriert. Spiele müsst ihr euch also immer runterladen. Dafür kostet die S auch nur 300 Euro. Für die Series X müsst ihr 500 Euro hinblättern.

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